Armut in Antalya

simiticiAntalya ist eine prosperierende Großstadt, hat aber auch viel Armut. Fliegende Händler und MüllsammlerInnen, davon viele Frauen, gehören zum geläufigen Bild des Alltags. Professionell mit großen fahrbaren Säcken ausgestattet werden die Müllcontainer und sonstigen Ecken nach Papier, Glas, Kunststoff und Sonstigem abgesucht, bevor die städtischen Müllautos kommen. Davon leben einige 10 000 Menschen in der Türkei. 

Auch unsere Putzfrau, die den allgemeinen Korridor bei uns im Mietshaus mit ihren zwei Töchtern putzt, ist in ihrem Leben nicht von Glück gesegnet worden. Ihr Mann ist als Handwerker schwer verunglückt und bettlägerig, ihr Sohn ist schwer nervenkrank.

Sie leben gemeinsam vom Putzen und Sachspenden wie Reis und Öl aus unserem Haus.

Die Miete bezahlen sie schon lange nicht mehr und haben Angst aus der Wohnung geworfen zu werden. Gekocht wird auf offenem Feuer, wenn nicht ab und zu jemand eine Gasflasche finanziert, die den von mir gespendeten kleinen zweiflammigen Kochherd zum Brennen bringt. Jetzt können sie gerade den Strom nicht mehr bezahlen. Er wurde abgestellt.

Sie freuen sich über Kleiderspenden und Sonstiges, was ich ihnen weitergebe.

   
© 2016 Irene Kober